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Das Königreich Marokko bietet verschiedene interessante Reiseziele, von denen Marrakesch sicherlich der Höhepunkt ist und auf keiner Rundreise fehlen sollte. Die Stadt bietet eine breite Palette von Unterkünften, doch sind diese nicht mit einem Aufenthalt in einem original marokanischen Riad zu vergleichen, der den Gästen das Flair des traditionellen Lebens in Marokko näher bringt.
Ein Riad ist ein privater Wohnsitz in der Medina (Altstadt), ein Ort der Ruhe und Meditation, an den man sich gerne vom Trubel der Stadt zurückzieht.
Die dicken äußeren Wände der Riads sagen nichts über das umwerfende Innere und den dekorativen Reichtum dieser Häuser aus, der gut geschützt von der Außenwelt, fast mystisch im Innern verborgen liegt.
Der typische Riad ist zentral um einen meist quadratischen Innenhof (wast ed-dar = das Zentrum des Hauses) gebaut. Die Innenhöfe sind meist mit verschiedene exotischen Sammlerstücken dekoriert und ausgestattet. Man findet hier Statuen aus Marmor oder Gips, Holzarbeiten und Malereien (zouak), sowie oftmals einen Springbrunnen in der Mitte des Hofes.
Symmetrisch angeordnete Wege führen vom Springbrunnen zu den verscheidenen Zimmern des Hauses. Die Wege, häufig gesäumt von schattenspendenden Palmen, Orangen-, Zitronen- oder Mandarinenbäumen verleihen dem Innenhof eine exotische Atmosphäre.
Der zentrale Innenhof ist normalerweise von einem Säulengang umgeben, der zu den Wohnzimmern und zur Küche führt.
Viele Riads sind nur einstöckig gebaut, doch findet man auch mehrstöckige Häuser, in denen sich die Schlafzimmer auf den oberen Etagen befinden. Bei mehrstöckige Riads entsteht so eine Arkade im Innenhof und entlang jedes Stockwerkes befinden sich Ballustraden.
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